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1823 erwarb Kaiser Franz I. – auch „Der Blumen-Kaiser“ genanntSchloss Artstetten. Auf sein Geheiß hin wurde u. a. im weitläufigen Schlosspark nach geomantischen Richtlinien die Kastanien-Allee gepflanzt 30 Jahre später ging das Schloss in den Besitz von Erzherzog Franz Carl (Vater von Kaiser Franz Josef), der es 1861 seinem dritten Sohn, Carl Ludwig, überschrieb. Dieser gestalteteda er den Spätfrühling und Sommer in Artstetten verbrachte und auch Bürgermeister des Ortes war – das Haus innen wie außen großzügig um: Er ließ u.a. jenes Badezimmer installieren, das im Rahmen der Dauer-Ausstellung zu sehen ist, für den begeisterte Schwimmer wurden auch der „Pool“ und der daneben befindliche Badepavillon errichtet (bei der Parkführung zu sehen).
Von 1866 bis 1867 gehörte Artstetten seinem Bruder, dem weniger glücklichen Kaiser Maximilian von Mexiko, der im Schloss keine baulichen Spuren hinterließ. 

Kaiser Franz I.

 

 

 

1889 übergab Erzherzog Carl Ludwig Artstetten seinem ältesten Sohn, Franz Ferdinand von Österreich-Este. Wie die meisten Schlösser, die im Besitz des späteren Thronfolgers waren, wurde auch Artstetten nach seinen Vorstellungen umgebaut und modernisiert. Es wurden nicht nur elektrische Leitungen und ein Lift eingebaut, auch Teile des Schlossparks tragen unverkennbar seine „Handschrift“wie der „englische Landschaftsgarten“ auf der Nord-Westseite des Anwesens. Um Teile seiner umfangreichen Sammlungen auch in Artstetten unterbringen zu können, ließ er den s.g. „Neubau“ errichten, in dem sich heute große Teile des Erzherzog Franz Ferdinand-Museums befinden.

 

Erzherzog Carl Ludwig

 

 

Durch die morganatische Ehe Franz Ferdinands mit Gräfin Sophie Chotek war es seiner Gemahlin und seinen Nachkommen verwehrt, in der Wiener Kapuzinergruft, der traditionellen Grabstätte der Habsburger, beigesetzt zu werden. Da Franz Ferdinand an der Seite seiner Gemahlin bestattet werden wollte, entschied er, für sich und seine Familie eine Gruft unter der Schloss-Kirche bauen zu lassen, die 1910 fertig gestellt wurde. Niemand konnte ahnen, dass Franz Ferdinand und Sophie bereits vier Jahre später hier ihre letzte Ruhestätte finden würden.

Erzherzog Franz Ferdinand

 

 

Nach dem Attentat am 28. Juni 1914 erbte der älteste, damals erst 12jährige Sohn des Thronfolgers, Maximilian, Artstetten. Nach dem Anschluss von 1938 wurden Maximilian und sein Bruder Ernst (beide erklärte und bekannte Gegner des NS-Regimes) unter den ersten Österreichern ins Konzentrationslager Dachau deportiert und Artstetten wurde enteignet.

 

 

 

Herzog Maximilian

 

 
Erst 1949 erfolgte die Rückgabe durch die Republik Österreich. Herzog Max vererbte Artstetten seinem ältesten Sohn Franz. Nach dem frühen Tod von Herzog Franz im Jahr 1977 überschrieb dessen Witwe, Herzogin Elisabeth von Hohenberg Prinzessin von Luxemburg, die Herrschaft Artstetten ihrer ältesten Tochter, Anita Hohenberg. Um das aus Schloss, Forst- und Landwirtschaft bestehende „Ensemble Artstetten“ als ganzes zu bewahren, wurde Ende 2003 die Anita Hohenberg-Stiftung gegründet.

Herzogin Elisabeth

 

 
Seit 2007 wird Anita Hohenberg von ihren Kindern in der Leitung des Familienunternehmens unterstützt. Gaetan de la Poëze d’Harambure (* 1980) ist für den wirtschaftlichen Bereich zuständig, Alix de la Poëze d’Harambure verheiratete Fraye (* 1981) kümmert sich ums Marketing, Gabriel de la Poëze d’Harambure (* 1987) und Raoul de la Poëze d’Harambure (* 1989) sind im Forst und Parkbereich des Betriebs tätig.
Das Schloss wird ganzjährig von Familienmitgliedern bewohnt.

alt

Anita Hohenberg

 

 

Schloss Artstetten - Schlossplatz 1  - A-3661 Artstetten - Telefon: +43 (0) 7413 / 8006 - Mail: museum(et)schloss-artstetten.at

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